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Nach der Wahl in NRW wird nun auch darum gerungen, wie die Bildungspolitik zwischen Rur und Weser zukünftig gestaltet werden soll. In den Schulen des Landes warten jedenfalls immense Baustellen und Problemfelder …

Diese Website stellt Kriterien, Praxiserfahrungen und Forschungsbefunde bereit. Daran lassen sich sowohl Stand und Entwicklung des Schulwesens in NRW messen – wie auch nachhaltige und konsensfähige Verbesserungen für die nahe Zukunft ableiten. Eine Auswahl von Ideen dazu finden Sie hier.

Werfen Sie mit uns künftig wöchentlich einen kritischen Blick darauf, was im Bildungswesen passiert …


Zeugnisreform fällig?Die Qual der Zahl

Da stimmt doch ‚was nicht: Schon wieder gibt’s mehr Bestnoten im Abitur – und das trotz Pandemie! Aber auch insgesamt spiegeln viele Schulnoten die tatsächlichen Fähigkeiten junger Menschen nicht mehr angemessen wieder. Und ohnehin ist das Notenwesen ja nicht über jeden Zweifel erhaben: Noten seien scheinneutral, demotivierend, letztlich nicht vergleichbar, so die Kritiker. Prof. em. Rainer Dollase schlägt eine gerechte Alternative vor:

Mehrperspektivisch-individuelles Leistungsportfolio
> Es führt alle Tätigkeiten & Kompetenzen der Schüler (auch Außerschulisches) kurz und qualifizierend auf, inkl. Tests, Klassenarbeiten, Hausaufgaben etc. – und mit Vermerk ob alleine, kollaborativ oder mit Hilfe bewältigt.
> Gesamtnoten werden damit abgeschafft – keine Teilschwäche ließe sich fortan mit anderen Teilstärken kompensieren.

Könnte den fatalen Trend zu Abi & Uni, zu Facharbeitermangel & Bildungsdünkel stoppen.   ausführlich: news4teachers


Inklusion nur nach tatsächlichen Ressourcen !

Auf den ersten Blick ist der Gedanke ja plausibel, dass Gemeinsames Lernen das schönste Lernen sei. Und dass es deshalb ein Unding sei, dass immer noch nicht jedes Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf einen inklusiven Schulplatz bekomme.

Für Schüler mit Behinderungen zählt aber nicht eine möglichst hohe Inklusionsquote, sondern wie gut sie tatsächlich unterstützt und gefördert werden.

Förderschulen sind nach wie vor bedeutsame Entwicklungsorte. Gemeinsames Lernen dagegen, insbesondere zieldifferente Beschulung, dürfte nur an Schulen zulässig sein, die über tragfähige Qualitätskonzepte verfügen – und genügend Personal. Dann würden übrigens auch weniger Lehrer vorzeitig in Pension gehen.

‚Inklusion‘ darf jedenfalls kein Deckmantel für Vernachlässigung, kein Sparmodell sein.    ausführlich: Petition NRW 2022