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Werfen Sie mit uns regelmäßig einen kritischen Blick auf die Bildungslandschaft NRW – mit ihren immensen Baustellen und Problemfeldern.

Glosse der Woche: Bezahlen tun ja andere …“
Studierende sind uns teuer, an Privatuniversitäten vor allem für die Eltern. Nicht selten zieht sie dort aber nicht der Dozent, sondern ihr externes Körperteil namens Handy in seinen Bann. Eigentlich eine konzentrierte Beleidigung des Vortragenden, wenn auch oft unbemerkt. Meist aber …     weiter


http://bildung-nrw-da-geht-doch-mehr.info/wp-content/uploads/2022/11/DSCN_8235-scaled.jpgBildungstrend 2021: „Verliererländer, an die Arbeit!“

Die Kompetenzwerte von Grundschulkindern sind seit 2011 bundesweit stetig gesunken (IQB-Bildungstrend 2021). Inwieweit dies eine Folge ungenügender Unterrichtsqualität, von Wechselunterricht und Schulschließungen oder von Mehrbelastung durch Integration und fortschreitende Inklusion ist, wird derzeit debattiert. Immerhin: Bayern und Sachsen blieben Spitze, Berlin, Bremen und NRW dagegen Schlusslicht.   „Perspektiven“ – Empfehlungen SWK

Prof. em. Dr. Rainer Dollase plädiert vehement dafür, nicht den Kindergärten den Schwarzen Peter zuzuschieben. Vielmehr gelte es, in den ‚Verliererländern‘ die Unterrichtsmethoden in Grundschulen zu überprüfen – und besondere Belastungen dieser Schulform in sozialen Brennpunkten durch Inklusion und Integration gezielt abzumildern.
Statement Dollase zu IQB 21


NRWs Grundschüler Schlusslicht – das lässt sich ändern!     Resist

Die Leistungen unserer Grundschüler rangieren fast am Ende des Länderrankings. Und das nicht erst jetzt, nach Migrationswelle und Pandemie. Bei der Suche nach Gründen gibt es ein spezielles Tabu: das Thema Unterrichtsqualität.

Aktuelle methodische Mantras heißen „selbstgesteuert lernen“ oder „eigenverantwortlich arbeiten“. Aber gerade diese Ansätze haben sich im Primarbereich als Lernbremse erwiesen, insbesondere bei Schwächeren. Unsere Kinder bräuchten wieder mehr strukturiertes Unterrichten.

Stattdessen findet man ‚Lernlandschaften‘, in denen weniger Stühle stehen, als die Klasse Kinder hat. Damit diese in Bewegung bleiben. Unfassbar. Oder es wird phantasiert, eine Lehrkraft könne ja digital auch 2 Klassen unterrichten. Lächerlich. Wo bleibt der Aufschrei, ja ein Aufstand der Vernunft?     Im Detail


Lauter Bestnoten – ist das jetzt Bildungsgerechtigkeit?

An der aktuellen Noteninflation sind keineswegs die Schüler schuld – weil sie zu wenig leistungsbereit wären. Oder die Lehrerschaft, die fahrlässig Einsen und Zweien verschenken würde. Nein, schuldig sind jene Phrasenbläser, spin-Doktoren und PR-Fuzzies der Parteien, medialen Besserwisser und Besserwisserinnen, die seit Jahr(zehnt)en unter dem Motto ‚Humane Schule‘ träumen und schwärmen …

Rainer Dollase skizziert fünf Motoren der unkontrollierten Supernotenvermehrung. Und vermutet, dass niemand diese personalen und digitalen Leistungsprothesen abschaffen will. Obwohl die Bildungsgerechtigkeit heute geringer ist als vor 50 Jahren. Und wir vielleicht zu viele Studierende, aber sicher zu wenig Fachkräfte haben.   Hier im Detail


Zeugnisreform fällig?Die Qual der Zahl

Da stimmt doch ‚was nicht: Schon wieder gibt’s mehr Bestnoten im Abitur – und das trotz Pandemie! Aber auch insgesamt spiegeln viele Schulnoten die tatsächlichen Fähigkeiten junger Menschen nicht mehr angemessen wieder. Und ohnehin ist das Notenwesen ja nicht über jeden Zweifel erhaben: Noten seien scheinneutral, demotivierend, letztlich nicht vergleichbar, so die Kritiker. Prof. em. Rainer Dollase schlägt eine gerechte Alternative vor:

Mehrperspektivisch-individuelles Leistungsportfolio
> Es führt alle Tätigkeiten & Kompetenzen der Schüler (auch Außerschulisches) kurz und qualifizierend auf, inkl. Tests, Klassenarbeiten, Hausaufgaben etc. – und mit Vermerk ob alleine, kollaborativ oder mit Hilfe bewältigt.
> Gesamtnoten werden damit abgeschafft – keine Teilschwäche ließe sich fortan mit anderen Teilstärken kompensieren.

Könnte den fatalen Trend zu Abi & Uni, zu Facharbeitermangel & Bildungsdünkel stoppen.   ausführlich: news4teachers


Inklusion nur nach tatsächlichen Ressourcen !

Auf den ersten Blick ist der Gedanke ja plausibel, dass Gemeinsames Lernen das schönste Lernen sei. Und dass es deshalb ein Unding sei, dass immer noch nicht jedes Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf einen inklusiven Schulplatz bekomme.

Für Schüler mit Behinderungen zählt aber nicht eine möglichst hohe Inklusionsquote, sondern wie gut sie tatsächlich unterstützt und gefördert werden.

Förderschulen sind nach wie vor bedeutsame Entwicklungsorte. Gemeinsames Lernen dagegen, insbesondere zieldifferente Beschulung, dürfte nur an Schulen zulässig sein, die über tragfähige Qualitätskonzepte verfügen – und genügend Personal. Dann würden übrigens auch weniger Lehrer vorzeitig in Pension gehen.

‚Inklusion‘ darf jedenfalls kein Deckmantel für Vernachlässigung, kein Sparmodell sein.    ausführlich: Petition NRW 2022


Diese Website stellt Kriterien, Praxiserfahrungen und Forschungsbefunde bereit. Daran lassen sich sowohl Stand und Entwicklung des Schulwesens in NRW messen – wie auch nachhaltige und konsensfähige Verbesserungen für die nahe Zukunft ableiten. Eine Auswahl von Ideen dazu finden Sie hier.